Am Sonntag wurde in Berlin der Maueropfer sowie der deutschen Teilung
gedacht.
Neben der Enthüllung eines Kontrollhäuschens am ehemaligen Checkpoint
Charlie legten an der Peter-Fechter-Stele in der Zimmerstraße
Landespolitiker,
Angehörige des Toten sowie Friede Springer Blumen und Kränze
nieder. Der Axel Springer Verlag hat die Errichtung der Stele unterstützt.
Rund 500 Neugierige waren in die Friedrichstraße gekommen, um sich den Nachbau
jenes alliierten Kontrollhäuschens anzusehen, das dort bis 1990 gestanden
hatte. Die circa 200.000 Mark teure Baracke, durch Spenden finanziert,
wurde für die Arbeitsgemeinschaft 13. August vom Architekturbüro
Jahn nach alten Fotos gebaut. Die aufgestapelten Sandsäcke sind bewusst
nicht mehr mit Sand gefüllt, sondern mit Beton - zur Entmutigung flinker
Souvenirjäger.
«Junge Menschen wissen nicht mehr, was der Checkpoint Charlie bedeutete -
dass er zwei Systeme und Welten trennte», sagte Rainer Hildebrandt vom
Mauermuseum.
Zwar erschien keiner der eingeladenen Ex-Außenminister - Hans Dietrich
Genscher sowie seitens der Alliierten James Baker, Roland Dumas, Douglas Hurd
und Eduard Schewardnadse. Der Georgier aber ließ eine Grußadresse verlesen.
Die anderen Länder wurden durch ihre Gesandten vertreten. «Es ist gut, dass
dieser Ort nun wieder ein markantes Gesicht hat», sagte der britische
Militärattaché Nigel Dunkley.